Roséwein stellt nur einen kleinen Prozentsatz der gesamten Weinproduktion dar. Laut der Internetenzyklopädie Wikipedia stieg sein Anteil am Markt von zwei auf acht Prozent. Trotz der wachsenden Beliebtheit ist er immer noch lediglich eine Randerscheinung unter den Weinen. Er wird häufig als leichter Sommerwein angesehen. Einer der prominentesten Freunde des Roséweins war der französische König Ludwig XIV. Auch die US-amerikanische Schauspielerin Rose McGowan liebt einen guten Roséwein. Zur Herstellung von Roséwein gibt es mehrere Verfahren. Einige davon erzeugen keinen echten Roséwein, sondern bilden ihn lediglich durch das Mischen von Rot- und Weißwein oder durch das Aufhellen von Rotwein durch besondere Behandlungsmethoden. Deshalb sind diese Methoden in Deutschland nicht zugelassen.
Der echte Rosé wird aus blauen oder roten Trauben hergestellt, die ihm ihre natürliche Färbung verleihen. Beim Roséwein unterscheidet man drei hauptsächliche Herstellungsverfahren, mit denen man Wein unterschiedlich intensiver Färbung bekommt. Beim sogenannten blassen Roséwein werden die Trauben unmittelbar nach der Lese gepresst. Dadurch verbreitet sich die rötliche Farbe sofort im gesamten Wein. Nach dem Pressen wird der Traubensaft von den Kernen und Schalen, dem Trester, getrennt und der Saft wird vergoren.
Beim zweiten Verfahren kommen die Trauben nach dem Pressen in einen speziellen Gärbehälter. Dort setzt nach einer gewissen Zeit der Prozess der alkoholischen Gärung ein. Als Ergebnis dieses biochemischen Prozesses steigt der Alkoholgehalt des Gemischs sowie seine Temperatur. Durch den Winzer werden im Abstand von etwa einer Stunde Proben entnommen. Wenn der gewünschte Farbton erreicht ist, wird der Wein in einen anderen Behälter umgefüllt, in dem der Gärprozess weitergeht.
Beim dritten Verfahren wird sogenannter “abgestochener” Roséwein hergestellt. Die Vorgehensweise ist ähnlich wie beim vorigen Verfahren, es wird lediglich jede Stunde etwas mehr Traubensaft aus dem Gemisch entnommen. Dadurch wird es konzentriert. Ist die gewünschte Färbung erzielt worden, wird das Gemisch in einen zweiten Behälter zur weiteren Gärung abgefüllt. Durch diese Methode erhält man einen Roséwein von ziemlich intensiver Färbung, die an Kirschen erinnert.
Eine Fülle solcher und ähnlicher Informationen findet man im Internet nicht nur auf der Webseite der Enzyklopädie Wikipedia, sondern auch auf spezialisierten Seiten wie zum Beispiel Wein-Depot und anderen. Roséwein sollte möglichst jung getrunken werden. Im Allgemeinen lagert man ihn nicht länger als ein, maximal zwei Jahre. Der Wein passt sehr gut zusammen mit Fisch, Käsegerichten, Pizza, aber auch mit fernöstlichen Speisen oder Antipasti.
