Der einflussreiche Philosoph Immanuel Kant definiert “Schönheit” als ein ästhetisches Urteil, welches eine Person aufgrund privater, subjektiver Empfindungen des Gefallens oder der Abneigung, der Lust oder Unlust, fällt. Während also dem einen joop schmuck beispielsweise zusagt – also seinen persönlichen Geschmack trifft – fühlt sich der andere nicht angesprochen vom Design und empfindet es nicht als schön. Die Empfindungen über Schmuck und Schönheit sind also sehr subjektiv und nicht klar abzugrenzen. Ganz entscheidend für das Empfinden, was schön ist und was nicht, ist auch der Werte- und Modewandel, dem die Gesellschaft zwangsläufig immer unterliegt. Im Gegensatz zur heutigen Zeit ging die Frau in den 1950er-Jahren mit einer kurzen Lockenfrisur auf die Straße – sehr modern und von vielen als schön empfunden. Aktuell sind andere Frisuren modern und ein kurzer Locken-Bob wird eher selten als schön bzw. modern empfunden.
Die Kunst, Schmuck und/oder Schönheit richtig anzuwenden, sodass sie als Eyecatcher fungiert, muss beherrscht sein. Ein ideales Beispiel für eine gelungene Balance zwischen der Verwendung von Schmuck als Eyecatcher und bloßer Schönheit des Körpers und Gesichts ist die bekannte amerikanische Schauspielerin Rose McGowan. In zahlreichen Fotoshootings, Schnappschüssen und öffentlichen Auftritten beweist die Amerikanerin ihr Gespür für Schmuck und Schönheit. Wobei auch diese Beurteilung selbstverständlich und zwangsläufig wiederum subjektiv erscheint.
Abschließend kann man wohl dazu raten, Schmuck immer zur Unterstreichung der Schönheit zu verwenden. Dabei gilt – wie so oft – weniger ist oft mehr. Außerdem kann ein einzelnes dominierendes und herausstechendes Schmuckstück als idealer Eyecatcher fungieren, während mehrere Stücke sich nicht selten gegenseitig ausstechen und von der eigentlichen Schönheit ablenken.
